Zentraldeponie Emscherbruch

Zentraldeponie: Grüne stehen in der Pflicht

Einen alternativen Standort für die Zentraldeponie Emscherbruch zu finden – dieses Ziel verfolgt die Herner SPD. Auch die Grünen in Herne äußerten sich in der Vergangenheit kritisch zur Deponie. Der Herner Landtagsabgeordnete Alexander Vogt erwartet von der baldigen Regierungsübernahme der Grünen, dass sie der Forderung nun Taten folgen lassen und die Suche nach einem alternativen Standort in den Koalitionsvertrag aufnehmen.

Seit 1968 wird in der Zentraldeponie Emscherbruch Müll entsorgt und gelagert. Dabei ist der Untergrund der Deponie teilweise nicht abgedichtet. Die rund 4.000 Anwohnerinnen und Anwohner in Gelsenkirchen und Herne tragen dadurch seit mehr als 50 Jahren Belastungen.

„Damit muss endlich Schluss sein“, fordert der Herner Landtagsabgeordnete Alexander Vogt. Bereits 2019 hatte er gemeinsam mit den Gelsenkirchener SPD-Abgeordneten Heike Gebhard und Sebastian Watermeier elf Kleine Anfragen mit insgesamt 43 Fragen zur Zentraldeponie Emscherbruch an die damalige schwarz-gelbe Landesregierung gestellt, um den Druck zu erhöhen. Jetzt sieht Vogt die Grünen in der Pflicht: „Wer sich im Wahlprogramm auf die Fahnen schreibt, im Kontext von Mülldeponien den Schutz der Bevölkerung und der Umwelt in den Vordergrund zu stellen, sollte für die Zentraldeponie Emscherbruch schnellstmöglich einen Alternativstandort finden.“

Zudem sind die Herner Grünen mit dem Amt des Politischen Landesgeschäftsführers im engsten Führungskreis der NRW-Grünen vertreten. „Ich erwarte von den Grünen, dass sie als baldige Regierungspartei in NRW ihrem eigenen Anspruch gerecht werden, gesunde Umwelt- und Lebensbedingungen für alle Menschen in NRW zu schaffen. Die Schließung der Zentraldeponie Emscherbruch und die Suche nach einem Alternativstandort müssen schwarz auf weiß im Koalitionsvertrag stehen. Daran werden sich die Grünen messen lassen müssen“, so Alexander Vogt.